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Frauenherzen schlagen anders

Herzerkrankungen werden bei Frauen oft nicht erkannt. Denn das weibliche Herz stellt die Medizin vor viele Rätsel. Denn es tickt und leidet anders als das Männerherz – auch bei seelischem Schmerz.

Viele Frauen meinen auch heute noch, dass Herzinfarkt reine Männersache sei. Ein Irrglaube. Tatsächlich sterben Frauen inzwischen sogar häufiger an Herzerkrankungen als Männer, wie Zahlen belegen. Diese Zahlen sind umso alarmierender, da Frauen bis zu den Wechseljahren durch das Hormon Östrogen gut vor einer Verengung der Herzkranzgefäße, sprich vor einer koronaren Herzkrankheit (KHK) geschützt sind. Allerdings nur bis zu den Wechseljahren. Nach der Menopause steigt  auch bei Frauen das Herzinfarktrisiko drastisch an.  Deshalb ist es wichtig, dass Frauen ab Mitte Fünfzig auf ihren Blutdruck achten. Ein erhöhter Blutdruck kann nicht nur zu einem Herzinfarkt, sondern auch einen Schlaganfall führen.

Doch immer öfter erleiden Frauen schon vor Beginn der Wechseljahre einen Herzinfarkt. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Frauen haben bedauerlicherweise die schlechten, sprich gesundheitsschädigenden Gewohnheiten der Männer übernommen. Sie rauchen, ernähren sich ungesund, und bewegen sich viel zu wenig. Die Folge sind Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte, die in der Folge zu Kalkablagerungen und somit zu einer Verengung der Herzkranzgefäße führen. Übergewicht und Diabetes tun ihr übriges. Aufgrund der chronischen Doppelbelastung in Beruf und Familie sind sie häufig besonders gestresst; diese psychosozialen Faktoren treiben wiederum den Blutdruck in die Höhe und führen zu einem ungesunden Lebensstil. Das Problem: All diese Risikofaktoren wirken sich auf das Frauenherz noch weitaus fataler aus als bei Männern. Vor allem Nikotin ist pures Gift für das weibliche Herz. Vor allem Raucherinnen, die die Antibabaypille nehmen, sind besonders gefährdet, einen Infarkt zu erleiden.

Frauen spielen Beschwerden herunter

Obwohl in den letzten 30 Jahren die Zahl der Frauen, die an einem Herzleiden erkranken, angestiegen ist, wiegen sich die meisten Frauen in trügerischer Sicherheit. Tatsächlich scheinen die meisten schlichtweg nicht damit zu rechnen. Weitaus mehr fürchten sie sich davor, Krebs, insbesondere Brustkrebs zu bekommen. Dabei sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nicht aber Krebs bei deutschen Frauen die führende Todesursache. Beschwerden, die auf Herzprobleme hinweisen, führen sie regelmäßig auf andere Ursachen zurück. Zudem nehmen sie diese selbst meist nicht besonders ernst. „Frauen suchen zwar in der Regel schneller den Arzt auf, aber zugleich neigen sie dazu, beim Arztbesuch ihre Beschwerden eher herunterzuspielen“, schreibt der Arzt Dr. med. Mohsen Radjai in seinem aktuellen Buch „ Bleiben Sie herzgesund“. Außerdem traurig aber wahr: Aufgrund der diffusen Beschwerden erkennt er aber die Durchblutungsstörung am Herzen nicht. „Zudem finden sich im Herzkatheter regelmäßig keine Verengung und Verkalkung der großen Herzkranzgefäße“, so der Arzt. Denn bei ihnen sind im Gegensatz zum anderen Geschlecht oftmals die kleinen, haarfein verästelten, tief in das Herz hineinreichenden koronaren Gefäße betroffen. „Verengungen sind in diesen Gefäßen mit bildgebenden Verfahren nicht diagnostizierbar. Diese Haargefäße kann man nicht mit einem Katheter, sondern nur medikamentös-symptomatisch behandeln“, erklärt Herzexperte Radjai.

Die Schmerzen sind untypisch und sehr diffus

Auch wenn das Frauenherz aus physiologischer Hinsicht dem Männerherzen gleicht, äußern sich die Symptome einer Erkrankung der Herzkranzgefäße bei Frauen meist ganz anders als bei Männern, weiß der Internist Dr. med. Mohsen Radjai, Experte der Sprechstunde des ARD Morgenmagazins. „Die Symptomatik ist bei Frauen untypischer und viel diffuser“, weiß Radjai. Während sich beim Mann ein Herzinfarkt klassischerweise mit Schmerzen sowie einem Druck- und Engegefühl in der Brust ankündigt, treten bei Frauen hingegen häufig Rücken- oder Nackenschmerzen auf. Auch Beschwerden zwischen den Schulterblättern und im Oberbauch sind keine Seltenheit. Vielfach leiden sie unter Übelkeit und müssen sich erbrechen. Zwar treten auch bei Frauen die typischen Beschwerden im linken Arm oder im Brustbereich auf, sie beachten diese jedoch nicht ausreichend. Vielmehr richten sie ihre Aufmerksamkeit eher auf die untypischen Symptome, sodass bei ihnen und ihren Angehörigen der Verdacht auf Herzinfarkt gar nicht aufkommt.. (…)

 

Vergesslichkeit: Nur etwas schusselig oder schon leicht dement?

Mann ärgert sich über seine mangelnde Merkfähigkeit.

Vergesslichkeit: Ursachen erkennen und behandeln

Jeden lässt mal das Gedächtnis in Stich. Ältere Menschen befürchten meist gleich eine Demenz. Vergesslichkeit kann jedoch viele Ursachen haben. Und die gute Nachricht: man kann Demenzerkrankungen auch vorbeugen.

Wie viel Vergesslichkeit ist eigentlich normal?

„Wo habe ich bloß das Auto geparkt?“ Oder „wo habe ich nur meine Brille hingelegt?“ Solche Gedächtnispannen sind jedem schon passiert. Und wem lag nicht schon mal ein Begriff auf der Zunge, aber das Wort wollte einfach nicht herauskommen. Fast jeder leidet mal unter Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche oder Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Von solchen geistigen Aussetzern lassen sich junge Menschen meist nicht beunruhigen.

Haben Menschen jedoch erst einmal die Lebensmitte überschritten, wird jede Schusseligkeit schnell als ein bedrohliches Anzeichen dafür gewertet, dass es mit dem Gehirn bereits bergab gehe. Viele Ältere sehen dann schon das Damoklesschwert „Demenz“ über ihrem Kopf schweben.

Arthrose natürlich lindern

Glaubt man der Schulmedizin, so sind Gelenkerkrankungen nicht heilbar. Dass es durchaus Grund zur Hoffnung gibt, davon sind hingegen viele Naturheilkundler überzeugt.

Mit der Diagnose „Arthrose“ kann eigentlich mehr oder minder jeder rechnen, der
über Fünfzig ist. Schließlich handelt es sich dabei um eine altersbedingte Abnutzungs-erscheinung, also eine degenerative Erkrankung. Dabei verringert sich nach und nach die Knorpelschicht im Gelenk, bis irgendwann Knochen auf Knochen reibt. Wenn der Knorpel nicht mehr ausreichend als Stoßdämpfer fungieren kann, gleiten die Gelenkflächen spürbar schlechter aufeinander. Bewegungen laufen im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr reibungslos ab. Steifheit und akute aber auch Dauerschmerzen bei Belastung sind die Folge. Auch Schwellungen im angrenzenden Muskelgewebe treten häufig auf.

Später kann es im Gelenkbereich zu Verformungen und knotigen Veränderungen kommen. Und je weiter die Krankheit fortschreitet, desto größer sind meist auch die Schmerzen.

Im Prinzip kann jedes Gelenk durch Abnutzung spröde werden und damit seine Beweglichkeit verlieren. Am häufigsten sind jedoch die Gelenke betroffen, die am stärksten belastet sind, also vor allem Hüft- oder Kniegelenke. Gelenkerkrankungen können ihre Ursache beispielsweise in einer Überbelastung oder mechanischen Fehlstellung, wie dies bei O- oder X-Beinen der Fall ist, haben. Aber auch Verletzungen können dafür verantwortlich sein. So kann sich beispielsweise
nach einer Meniskusoperation der Knorpel im Kniegelenk schneller abnutzen, wenn das Kniegelenk danach deutlich mehr beansprucht wird.

Doch weitaus häufiger spielen andere Faktoren bei der Entstehung einer Arthrose
eine Rolle. So erhöhen Bewegungsmangel, Übergewicht, schlechte Ernährung und Stress, eine angeborene Bindegewebsschwäche und eine genetische Veranlagung die Wahrscheinlichkeit, an Arthrose zu erkranken. Wissenschaftler konnten eine Reihe von Erbfaktoren identifizieren, welche den Stoffwechsel im Knorpelgewebe steuern und es anfällig für eine Arthrose machen.

Wie wirkungsvoll sind Injektionen?
Was kann man aber tun, um die Krankheit aufzuhalten oder gar zu heilen? Eigentlich nichts, meinen die meisten Schulmediziner. Fast alle sind überzeugt, dass eine Arthrose nicht heilbar ist, da man sie nicht rückgängig machen kann. Schmerzen behandelt man mit Kortison und sogenannten „Nichtsteroidale Antirheumatika“. Sie unterdrücken zwar die Produktion von körpereigenen Schmerz- und Entzündungsstoffen, sind aber wegen ihrer Nebenwirkungen recht umstritten. Patienten mit Herz- oder Nierenproblemen dürfen sie nicht einnehmen.

Um die Beweglichkeit zu erhalten und somit eine Versteifung der Gelenke zu verhindern, sind passive Therapien wie Massage, Wärme- oder Kältebehandlung sowie Elektro- und Ergotherapie können helfen. Aber zu oft machen Betroffene die Erfahrung, dass sie um solche Verschreibungen regelrecht kämpfen müssen. Im späteren Verlauf der Erkrankung gibt es dann meist nur eine Lösung: Ein künstliches Gelenk muss implantiert werden. Bis dahin versuchen einige Orthopäden mit Injektionen aus Hyaluron oder Kortikoiden, die Knorpelschicht künstlich aufzufüllen. Mit geringem Erfolg. Spritzen sind auf längere Sicht meist wirkungslos, wie eine Untersuchung zeigt (…)

Tango hilft bei Parkinson


Muskelsteifheit und Bewegungsstörungen sind typische Folgen der Parkinson-Erkrankung. Studien haben ergeben, dass das Tangotanzen die körperlichen Symptome lindert. Und es hat noch viele andere positive Effekte.

Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann“, sagte schon einst der argentinische Komponist Enrique Santos Discépolo. Wie traurig muss es erst sein, wenn Parkinsonkranke Tango tanzen? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie jemand, dessen Körper sich mehr und mehr seiner eigenen Kontrolle entzieht, fließende Bewegungen ausführt und über das Parkett dahingleitet. Doch in der Körber-Stiftung in Hamburg-Bergedorf findet ein beinahe normaler Tangokurs statt. Ich bin überrascht, mit welcher natürlichen Begeisterung und Freude die Teilnehmer Tango tanzen. Thomas, der bereits unter den klassischen Symptomen wie Muskelsteifheit und Tremor leidet, führt seine Tanzpartnerin gelassen und sicher über das Parkett. Die Wendungen und Richtungswechsel, die manchen Parkinsonkranken eigentlich so große Probleme bereiten, bewältigt er elegant.

Das Tangotanzen hat einen hohen therapeutischen Wert

Etwas ungewöhnlich ist auch, dass der 90-minütige Kurs mit Aufwärm- und Koordinations-übungen im Sitzen beginnt. Wenn es mit einer Übung zu Anfang nicht so richtig klappt, ist das nicht weiter schlimm. Jeder scheint seine eigenen körperlichen Grenzen und die der anderen zu akzeptieren. Die Atmosphäre unter den acht Kursteilnehmern ist dementsprechend locker, heiter und entspannt. „Jeder versucht, jeden mitzunehmen“, erklärt Kursleiterin und Tangolehrerin Ingrid Saalfeld. Niemals wird beim Tanzen eine überzählige Person ausge-schlossen, notfalls tanzt man den Tango zu dritt.

Das Tangotanzen hat einen hohen therapeutischen Wert. „Das Tangotanzen macht nicht nur Spaß, sondern hat auch einen hohen therapeutischen Wert. Durch das regelmäßige Training konnte bei vielen Parkinson-Erkrankten die Medikamentendosis reduziert werden. Das wurde gerade durch eine amerikanische Studie bestätigt“, weiß Saalfeld. Tatsächlich berichtet der amerikanische Medizinjournalist Jon Palfreman in seinem Buch „Stürme im Gehirn“, dass eine neue Studie gezeigt habe, dass Parkinson-Patienten nach zwölf Monaten Tangotanzen ihr Gleichgewicht besser halten konnten, einen besseren und sicheren Gang aufwiesen und über verbesserte Multitasking-Fähigkeiten verfügten. Thomas, der seit einem Jahr regelmäßig an Saalfelds Kurs „Tango Argentino – für Menschen mit Parkinson“ teilnimmt, kann das nur bestätigen. Zu Beginn des Tanzkurses leide er meist sehr unter seiner Muskelsteifheit – nach….

Vorsicht Schütteltrauma

Nicht schütteln! von Libellefilm auf Vimeo.

Schütteltrauma verstehen und vermeiden

Das Schütteltrauma-Syndrom gehört zu den schwersten misshandlungsbedingten Verletzungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Und es weist die höchste Sterberate auf.

Schon drei Mal ist der junge Vater aufgestanden, um sein schreiendes Kind zu beruhigen. ‚Was hat es denn bloß?‘, fragt er sich. Hungrig kann es nicht sein. Die Windel hat er auch gewechselt. Und krank ist es auch nicht. Er möchte endlich seine Ruhe haben und fühlt sich enorm gestört. Von Minute zu Minute nimmt seine innere Anspannung zu, er fühlt sich völlig überfordert. Irgendwann liegen seine Nerven blank.

Er verliert die Beherrschung, packt das Baby am Brustkorb und schüttelt es einige Male voller Wut hin und her. In diesem Moment weiß er noch nicht, was er damit gerade seinem Baby antut. Denn wenige Sekunden Schütteln genügen, um sein Schicksal zu besiegeln. Schütteln endet häufig sogar tödlich.

Bei den Opfern handelt es sich nahezu ausschließlich um Säuglinge. Damit ist das Schütteltrauma die häufigste nicht-natürliche Todesursache im ersten Lebensjahr.

Ein hoher Anteil der Babys, die das Schütteltrauma überleben, erleiden so schwere Hirnschädigungen, dass sie lebenslang schwerbehindert bleiben. Meist sind sie taub, blind oder gelähmt. Das bedeutet, dass sich die betroffenen Kinder niemals mehr wie andere Gleichaltrige entwickeln werden.

Was ist ein Schütteltrauma?

Die wenigsten sind sich den verhängnisvollen Auswirkungen des Schüttelns bewusst. Wer jedoch einen Säugling am Rumpf packt und auch nur wenige Male kräftig hin und her schüttelt, verursacht mit großer Wahrscheinlichkeit ein Schütteltrauma-Syndrom. Denn dabei wird der Kopf in eine heftige unkontrollierte rotierende Bewegung versetzt. Die dabei entstehenden Scher- und Rotationskräfte wirken besonders stark und verheerend, da das Gehirn des Säuglings und die umgebenden Strukturen noch besonders zart und verletzlich sind.

„Außerdem hat ein Säugling aufgrund seiner noch schwachen Nackenmuskulatur kaum Kontrolle über seinen Kopf. Daher fliegt der Kopf eines Säuglings ungebremst hin und her“, erklärt der Neuropathologe und Privatdozent Dr. med. Jakob Matschke vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Erschwerend kommt hinzu, dass der Kopf bei Babys im Vergleich zum Körper noch überproportional groß und schwer ist.

Warum Schütteln so gefährlich ist

„Beides zusammen verstärkt die Kräfte noch, die beim Schütteln auf das Kind einwirken“, erklärt Dr. Matschke weiter. „Außerdem ist bei kleinen Babys die sogenannte Markscheide, die die Nerven schützend umhüllt, noch nicht vollständig ausgebildet. Das Gewebe in ihrem Gehirn ist dadurch viel weicher und verletzbarer als bei Erwachsenen“, so der Neuropathologe.

Durch Scher- und Zugkräfte können Blutgefäße einreißen, was zu Blutungen im Schädelinneren und Netzhautblutungen führt. Auch Nervenfasern können in seltenen Fällen geschädigt werden. Überlebenden Kindern drohen nicht nur lebenslang Seh- und Sprachstörungen, sondern auch motorische Störungen.

„Schütteltrauma gibt es in vielen Ausprägungen“, erklärt Privatdozentin Dr. med. Dragana Seifert, Fachärztin für Rechtsmedizin am UKE. ….

Wenn Sie mehr über das Thema lesen möchten, klicken Sie hier: https://www.schuettelntoetet.de/vorsicht-schuetteltrauma/schuetteltrauma-verstehen-und-vermeiden/

Text: Inge Behrens

Konzept: Loerke Kommunikation GmbH, Hamburg im Auftrag der API Kinder- und Jugendstiftung e.V.

Wandern am letzten Wilden

Einer der schönsten Weitwanderwege Europas führt am Lech entlang – einem der letzten Wildwasserbäche der Alpen. Das Erleben der teils mystischen teils märchenhaften Bergwelt öffnet den Blick für die eigene Seele.

Den Sorgen und Problemen einfach davon laufen, Abstand zu den Nöten und Sorgen des Alltags gewinnen, all das kann man am besten beim Bergwandern. In der Erhabenheit der Berge und aus der Höhenperspektive relativiert sich so vieles, was sonst wie ein unüberwindbarer Berg erscheint. Tanja Kneisel aus Landsberg wollte vor zwei Jahren einfach nur weg vom Alltag und entschied sich deshalb, ganz allein mehrere Etappen auf dem 125 Kilometer langen Lechweg zu pilgern. Auch die Münchnerin Karla Gülde zieht es immer wieder in die stille Vorarlberg-Region, wenn sie wieder mal den „Blues“ hat.

In ganz Europa gibt es zwar zahlreiche Wanderwege, auf denen man ganz entspannt auf horizontalen Pfaden wandern kann. Doch der erst vor fünf Jahren offiziell eröffnete Lechweg sucht seinesgleichen, begleitet der mal sanft plätschernde und mal wild sprudelnde Fluss den Wanderer fast die gesamte Strecke – von der beim Formarinsee gelegenen Quelle bis zum Lechfall in Füssen. Dabei führt er durch drei Länder, vom österreichischen Bundesland Vorarlberg durch das Tiroler Lechtal bis nach Deutschland ins Allgäu und ist somit im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitend.

Mystische Welt am Formarinsee

„Sportlich Geübte können die sieben Etappen mit An- und Abreise in acht Tagen bewältigen. Das ist die klassische Variante“, sagt Ramona Sprenger, Pressereferentin des Lechwegs-Vereins. Viele nehmen sich jedoch auch acht oder gar zehn Tage Zeit, um die Natur und die Aussichten intensiver betrachten und erleben zu können. Und viele wie Tanja K. laufen auch nur zwei oder drei Etappen.

Da die Wildflusslandschaft zum Glück keinem Kraftwerk geopfert wurde, ist der Lech noch eines der letzten fast intakten Flusssysteme der Alpen. Der Weg geht deshalb weitestgehend durch unberührte Natur und bietet viele einzigartige Erlebnisse. So findet man dort Gämse und gelegentlich sichtet ein Wanderer auch ein Murmeltier. Auf der ersten Etappe vom knapp 1900 Meter hoch gelegenen Formarinsee nach Lech kommt er auch an eine der letzten Steinbock-Kolonien Europas vorbei.

“Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer den man nicht weggehen kann“, schrieb schon der Philosoph Sören Kierekgaard

Tanja K. war fasziniert von der kargen Hochgebirgsregion am Formarinsee. Die Stimmung sei dort geradezu unglaublich gewesen, so mystisch wie auf Island, erinnert sich die zweifache Mutter und fügt hinzu „Wenn hinter einem Stein ein Gnom geschaut hätte, wäre ich nicht verwundert gewesen“. Kurz vor Lech, bei Tannberg, kann der Wanderer schon aus der Ferne einen zauberhaften Wald erblicken. Die Münchnerin, Karla G., zieht es immer dann in die stille Vorarlberg-Region, wenn sie wieder mal den „Blues“ hat. Vor allem die zweite Etappe, die von Lech nach Gehren ins Lechtal führt, liebt sie besonders. Der 14 Kilometer lange Pfad verläuft erst oberhalb der Lechschlucht und führt danach hinter dem Dorf Stubenbach stetig durch einen Höhenwald bergauf zum Walserdorf Warth. „Die Steigung ist sanft, man spürt kaum, dass es 700 Meter hinauf geht. Dieser kontinuierliche Aufstieg tut mir gut. Ich merke förmlich, wie mir bei jedem Schritt leichter ums Herz wird“, so die Münchnerin.

Kurz vor Warth gibt es einen kleinen Naturbadesee, an dem sie bei schönem Wetter meist Rast macht. „Dort merke ich schon, dass der gleichmäßige sanfte Anstieg meine Traurigkeit vertrieben hat“, erzählt sie.

Weitwandern beglückt die Seele

Von wissenschaftlicher Seite wird ihr subjektives Erleben durchaus bestätigt. So berichtet der Psychiater Dr. Reinhard Haller, dass neuste Forschungen belegen, dass man beim Bergwandern regelrecht in einen positiven Höhenrausch geraten kann. Beim kontinuierlichen Aufstieg werden mehr Glückshormone, allen voran Serotonin und Endorphine ausgeschüttet. „Wir wandern der Depression davon und überwinden durch Wandern den schweren Berg der Traurigkeit“, erklärt der Mediziner….

 

Chinesische Medizin als begleitende Krebstherapie

Immer mehr Patienten wünschen sich eine ganzheitliche Behandlung parallel zur Standardtherapie. Vor allem von der Chinesischen Medizin erhoffen sich viele eine Linderung der Nebenwirkungen. Die Schulmedizin öffnet sich ganz langsam.

Für jeden Menschen ist die Diagnose „Krebs“ ein Schock und löst enorme Ängste aus. Kaskadenartig erscheinen Leidensbilder von unglaublicher Wucht und Intensität vor ihrem inneren Auge. Dabei ruft nicht allein die Krankheit und die möglichen Schmerzen Panik hervor. Vor allem die Nebenwirkungen einer Strahlen- oder Chemotherapie und der damit einhergehende Verlust der Lebensqualität versetzen die meisten in Angst und Schrecken. Häufig geraten Menschen vor und während der Therapie deshalb in eine tiefe seelische Krise. Genau das kann zu einer zusätzlichen Belastung werden und der Genesung im Wege stehen. Denn es ist wichtig, dass der Patient zuversichtlich bleibt und von seiner Heilung überzeugt ist. Angst und Depression können die Erfolgsaussichten einer Chemotherapie ganz enorm mindern.

Die Schulmedizin kann dem Patienten nur wenig Beistand leisten und verweist meist auf Angehörige. Hinzukommt: Oft genug fühlt sich ein Krebspatient einem System, dessen Behandlungsstandards sich starr an den Leitlinien der Krankenkassen orientieren, hilflos ausgeliefert. Viele Patienten werden vom Arzt stark unter Druck gesetzt und glauben sofort dem vorgeschlagenen Behandlungsplan zustimmen zu müssen. Um die Nebenwirkungen zu lindern, versuchen viele Krebskranke deshalb in aller Eile parallel zur schulmedizinischen Behandlung  im riesigen Angebot an Naturheilkundlern und Heilpraktikern einen zusätzlichen Therapieansatz zu finden. 60 Prozent aller Patienten nehmen aus Angst vor den massiven Nebenwirkungen Naturheilmittel ein. Ob nun Mistel- oder Thymusextrakte, Vitamine oder auch homöopathische Präparate – jedes Mittel scheint als rettender Strohhalm recht. Oftmals informieren die Patienten den Onkologe darüber nicht, meist aus Furcht, der Arzt werde ihnen möglicherweise von der Einnahme der Naturstoffe abraten….

Schulmediziner öffnen sich der ganzheitlichen Therapie

Besser ist es, sich in Ruhe nach einer naturheilkundlich orientierten Komplementärtherapie in seiner Region zu erkundigen. Rat findet man beispielsweise bei der Deutschen Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr. Im optimalen Fall entwickelt der Onkologe gemeinsam mit den Therapeuten der alternativen Heilkunde einen Behandlungsplan, der nicht nur die Tumorbeseitigung zum Ziel hat, sondern auch die Nebenwirkungen lindert und wenn möglich auch die Erfolgsaussichten auf Heilung verbessert. Laut einer Umfrage….

Wenn Allergiker reisen

Damit die schönste Zeit des Jahres nicht zur Qual wird, müssen Menschen mit Pollen- oder Hausstauballergie ihren Urlaub besonders gut planen. Die Stiftung ECARF orientiert über allergikerfreundliche Unterkünfte und Regionen. Ein besonders reizvolles Reiseziel stellen wir vor.

Sommerzeit ist Urlaubszeit: Endlich den stressenden Alltag hinter sich lassen, in reizvoller Umgebung etwas für die Gesundheit tun, endlich durchatmen. Für rund 12 Millionen Deutsche bedeutet die warme Jahreszeit allerdings auch Leidenszeit – und allzu oft das Gegenteil von Durchatmen. Eine Untersuchung der Kommission Umweltmedizin am Robert Koch-Institut ergab 2016, dass mittlerweile knapp 15 Prozent der Deutschen von einer Pollenallergie betroffen sind.

Damit der Urlaub nicht zur gesundheitlichen Belastungsprobe wird, müssen Heuschnupfen-Geplagte bei der Auswahl ihres Reiseziels Obacht geben. Für sie empfiehlt sich der Urlaub in besonders pollenarmen Gegenden. Zu einer besonders großen Herausforderung kann der Ur-laub auch für Hausstauballer-giker werden. Dem Deutschen Allergie- und Asthmabund e. V. zufolge leiden immerhin zehn Prozent der deutschen Bevölkerung unter dieser zweithäufigsten Allergieform. Hausstauballergiker haben es auf Reisen doppelt schwer. Während Hausstaub-allergiker ihr eigenes Zuhause in ein allergiearmes und somit sicheres Areal verwandeln können, stellen öffentliche Räume wie Hotellobbys, aber auch ihre eigenen Hotelzimmer für sie echte Gefahrenzonen dar. Ob Bodenbeläge, Vorhänge, Polstermöbel, Matratzen oder Bettwäsche: all diese Materialien sind für sie mögliche Quellen der Qual. Darin setzt sich nämlich mit Vorliebe der Staub fest.

Genau genommen reagieren Hausstauballergiker nicht auf den Staub selbst überempfindlich, sondern auf eiweißhaltige Kotpartikel von Milben. Da sich die winzigen Spinnentiere bei Wärme und einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 Prozent besonders wohlfühlen, ist es für diese Allergiker generell ratsam, in trockene, eher kühle Urlaubsgebiete zu reisen.

Deutschland bietet vor allem eine Region, die dank ihrer klimatischen Bedingungen für beide Allergikertypen sichere Urlaubsziele sin (…)

Das Geheimnis echter Intimität

Deutschland ist auf dem besten Weg in eine Singlegesellschaft zu werden. Rund 20 Millionen Männer und Frauen zwischen 21 und 60 Jahren sind in Deutschland aktuell partnerlos. Geht die individuelle Freiheit und Autonomie den Deutschen über alles? So ganz stimmt das nicht. Zwar genießen viele nach der Trennung erst einmal ihre Freiheit und verspüren naturgemäß eine große Erleichterung. Nach einer gewissen Phase des Alleinseins entsteht bei vielen jedoch wieder der Wunsch nach einer Partnerschaft. Nach wie vor glauben die meisten, dass das Leben gemeinsam viel schöner sei als allein und glauben auch, dass sich Probleme gemeinsam oftmals leichter lösen lassen. Manche ahnen und andere haben es auch schon erfahren, dass eben nur zwischen zwei Liebenden „intensive Momente der Begegnung dauerhaft und reproduzierbar entstehen können“….

Schütteln ist Kindesmisshandlung

Zwischen 100 und 200 Babys werden laut Statistischem Bundesamt jedes Jahr in Deutschland Opfer groben Schüttelns. Schätzungsweise 400 Kinder erleiden schwerste Behinderungen. Die Dunkelziffer ist hoch, aber immer öfter wird das Schütteltrauma-Syndrom dank der bildgebenden Verfahren und anderer diagnostischer Methoden entdeckt.

Kinder- und Jugendärzte oder Rechtsmediziner – sie alle erleben es immer wieder, dass die Täter nicht erzählen und zugeben mögen, was genau vorgefallen und passiert ist. Die wichtige und richtige Diagnose wird dadurch erschwert und verzögert.

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) werden deshalb alle Kinder, die eine verdächtige neurologische Symptomatik zeigen, mit bildgebenden Verfahren wie Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT) untersucht. Die Bilder können Hinweise darauf geben, dass ein Kind ein Schütteltrauma-Syndrom erlitten hat.

Augenärztliche Untersuchungen im Hinblick auf Blutungen im Bereich der Netzhaut erhärten die Diagnose. Vor allem die Kombination dreier typischer Leitbefunde lassen keinen Zweifel daran: Blutungen unter der harten Hirnhaut, Netzhautblutungen sowie diffuse Hirnschäden sind ein klarer Hinweis darauf, dass diese nicht durch einen Unfall wie einen Sturz verursacht worden sind, sondern durch grobes Schütteln…..

Wenn Sie weiterlesen möchten, klicken Sie ienfach hier: https://www.schuettelntoetet.de/vorsicht-schuetteltrauma/schuetteln-ist-kindesmisshandlung/

 

Text: Inge Behrens

Konzept: Loerke Kommunikation GmbH, Hamburg im Auftrag der API Kinder- und Jugendstiftung e. V.