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Wenn Allergiker reisen

Damit die schönste Zeit des Jahres nicht zur Qual wird, müssen Menschen mit Pollen- oder Hausstauballergie ihren Urlaub besonders gut planen. Die Stiftung ECARF orientiert über allergikerfreundliche Unterkünfte und Regionen. Ein besonders reizvolles Reiseziel stellen wir vor.

Sommerzeit ist Urlaubszeit: Endlich den stressenden Alltag hinter sich lassen, in reizvoller Umgebung etwas für die Gesundheit tun, endlich durchatmen. Für rund 12 Millionen Deutsche bedeutet die warme Jahreszeit allerdings auch Leidenszeit – und allzu oft das Gegenteil von Durchatmen. Eine Untersuchung der Kommis-sion Umweltmedizin am Robert Koch-Institut ergab 2016, dass mittlerweile knapp 15 Prozent der Deutschen von einer Pollenallergie betroffen sind.

Damit der Urlaub nicht zur gesundheitlichen Belastungsprobe wird, müssen Heuschnupfen-Geplagte bei der Auswahl ihres Reiseziels Obacht geben. Für sie empfiehlt sich der Urlaub in besonders pollenarmen Gegenden. Zu einer besonders großen Herausforderung kann der Ur-laub auch für Hausstauballer-giker werden. Dem Deutschen Allergie- und Asthmabund e. V. zufolge leiden immerhin zehn Prozent der deutschen Bevölkerung unter dieser zweithäufigsten Allergieform. Hausstauballergiker haben es auf Reisen doppelt schwer. Während Hausstaub-allergiker ihr eigenes Zuhause in ein allergiearmes und somit sicheres Areal verwandeln können, stellen öffentliche Räume wie Hotellobbys, aber auch ihre eigenen Hotelzimmer für sie echte Gefahrenzonen dar. Ob Bodenbeläge, Vorhänge, Polstermöbel, Matratzen oder Bettwäsche: all diese Materialien sind für sie mögliche Quellen der Qual. Darin setzt sich nämlich mit Vorliebe der Staub fest.

Genau genommen reagieren Hausstauballergiker nicht auf den Staub selbst überempfindlich, sondern auf eiweißhaltige Kotpartikel von Milben. Da sich die winzigen Spinnentiere bei Wärme und einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 Prozent besonders wohlfühlen, ist es für diese Allergiker generell ratsam, in trockene, eher kühle Urlaubsgebiete zu reisen.

Deutschland bietet vor allem eine Region, die dank ihrer klimatischen Bedingungen für beide Allergikertypen sichere Urlaubsziele sind. Die in den Oberallgäuer Alpen gelegene Gemeinde Bad Hindelang überzeugt mit sauberer, allergenarmer Luft.

Endlich durchatme in den Allgäuer Alpen
In Deutschlands höchstgelegenem Bergdorf Oberjoch ist die Luft fast immer kristallklar. Dort droben ist die Luft pollenarm und milbenfrei. Die Wetterlage ist meist „obheiter“, wie die Allgäuer sagen: Während unten im Tal die Wolken hängen, scheint hier auf rund 1150 Metern die Sonne. Die Gäste des Biohotels Mattlihüs atmen beste Luft bei Yoga, Tai Chi oder Qi Gong –mitten im Landschaftsschutzgebiet.

Der im Herzen der Allgäuer Alpen gelegene Teilort der 5000-Einwohner-Gemeinde Bad Hindelang ist unübersehbar ein Gesundheitsdorf. Es ist kein Zu-fall, dass sich hier die Alpenklinik Santa Maria befindet, das deutsche Hochge-birgszentrum für atopische Erkrankungen, zu denen nicht nur Asthma, sondern auch Heuschnupfen, Neurodermitis und Hausstauballergien zählen. Der Klinikchef Professor Dr. Josef Rosenecker hat immer wieder beobachten können, wie nicht wenige seiner Patienten innerhalb kürzester Zeit symptomfrei wurden.

Von Milben keine Spur

Auch im 150 Meter tiefer gelegenen Unterjoch gibt’s keine Milben. „Hier wurden uralte Matratzen vom Dachboden getestet, da war keine einzige Milbe drin“, so Veronika Seidel, Gastgeberin des 3-Sterne-Landhotels Berghof. Die Allgäuer  Gemeinde Bad Hindelang war das Leit- und Bundesmodellprojekt der ECARF-Stiftung. Sie erhielt im Jahr 2011 als erste Alpenregion die ECARF-Auszeichnung als „Allergikerfreundliche Kommune“. Max Hillmeier, der Tourismusdirektor von Bad Hindelang, erklärt, warum für ihn das Gütesiegel von Bedeutung war. „Statistisch gesehen ist in jeder Familie ein Allergiker. Da wir als heilklimatischer Ort auf Familie setzen, war es für uns selbstverständlich, dass wir uns auf Allergiker spezialisieren.“

Im Biohotel Mattlihüs in Oberjoch und im Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang können übrigens auch Lebensmittelallergiker ohne Vorbehalt richtig gut schlemmen. Jahrelange Erfahrung und viele Schulungen machen es den Köchen leicht, sich auf die Gäste und deren jeweilige Allergien einzustellen. Damit auch wirklich nichts den Urlaubsgenuss stört.

Wandern am letzten Wilden

Einer der schönsten Weitwanderwege Europas führt am Lech entlang – einem der letzten Wildwasserbäche der Alpen. Das Erleben der teils mystischen teils märchenhaften Bergwelt öffnet den Blick für die eigene Seele.

Den Sorgen und Problemen einfach davon laufen, Abstand zu den Nöten und Sorgen des Alltags gewinnen, all das kann man am besten beim Bergwandern. In der Erhabenheit der Berge und aus der Höhenperspektive relativiert sich so vieles, was sonst wie ein unüberwindbarer Berg erscheint. Tanja Kneisel aus Landsberg wollte vor zwei Jahren einfach nur weg vom Alltag und entschied sich deshalb, ganz allein mehrere Etappen auf dem 125 Kilometer langen Lechweg zu pilgern. Auch die Münchnerin Karla Gülde zieht es immer wieder in die stille Vorarlberg-Region, wenn sie wieder mal den „Blues“ hat.

In ganz Europa gibt es zwar zahlreiche Wanderwege, auf denen man ganz entspannt auf horizontalen Pfaden wandern kann. Doch der erst vor fünf Jahren offiziell eröffnete Lechweg sucht seinesgleichen, begleitet der mal sanft plätschernde und mal wild sprudelnde Fluss den Wanderer fast die gesamte Strecke – von der beim Formarinsee gelegenen Quelle bis zum Lechfall in Füssen. Dabei führt er durch drei Länder, vom österreichischen Bundesland Vorarlberg durch das Tiroler Lechtal bis nach Deutschland ins Allgäu und ist somit im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitend.

Mystische Welt am Formarinsee

„Sportlich Geübte können die sieben Etappen mit An- und Abreise in acht Tagen bewältigen. Das ist die klassische Variante“, sagt Ramona Sprenger, Pressereferentin des Lechwegs-Vereins. Viele nehmen sich jedoch auch acht oder gar zehn Tage Zeit, um die Natur und die Aussichten intensiver betrachten und erleben zu können. Und viele wie Tanja K. laufen auch nur zwei oder drei Etappen.

Da die Wildflusslandschaft zum Glück keinem Kraftwerk geopfert wurde, ist der Lech noch eines der letzten fast intakten Flusssysteme der Alpen. Der Weg geht deshalb weitestgehend durch unberührte Natur und bietet viele einzigartige Erlebnisse. So findet man dort Gämse und gelegentlich sichtet ein Wanderer auch ein Murmeltier. Auf der ersten Etappe vom knapp 1900 Meter hoch gelegenen Formarinsee nach Lech kommt er auch an eine der letzten Steinbock-Kolonien Europas vorbei.

“Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer den man nicht weggehen kann“, schrieb schon der Philosoph Sören Kierekgaard

Tanja K. war fasziniert von der kargen Hochgebirgsregion am Formarinsee. Die Stimmung sei dort geradezu unglaublich gewesen, so mystisch wie auf Island, erinnert sich die zweifache Mutter und fügt hinzu „Wenn hinter einem Stein ein Gnom geschaut hätte, wäre ich nicht verwundert gewesen“. Kurz vor Lech, bei Tannberg, kann der Wanderer schon aus der Ferne einen zauberhaften Wald erblicken. Die Münchnerin, Karla G., zieht es immer dann in die stille Vorarlberg-Region, wenn sie wieder mal den „Blues“ hat. Vor allem die zweite Etappe, die von Lech nach Gehren ins Lechtal führt, liebt sie besonders. Der 14 Kilometer lange Pfad verläuft erst oberhalb der Lechschlucht und führt danach hinter dem Dorf Stubenbach stetig durch einen Höhenwald bergauf zum Walserdorf Warth. „Die Steigung ist sanft, man spürt kaum, dass es 700 Meter hinauf geht. Dieser kontinuierliche Aufstieg tut mir gut. Ich merke förmlich, wie mir bei jedem Schritt leichter ums Herz wird“, so die Münchnerin.

Kurz vor Warth gibt es einen kleinen Naturbadesee, an dem sie bei schönem Wetter meist Rast macht. „Dort merke ich schon, dass der gleichmäßige sanfte Anstieg meine Traurigkeit vertrieben hat“, erzählt sie.

Weitwandern beglückt die Seele

Von wissenschaftlicher Seite wird ihr subjektives Erleben durchaus bestätigt. So berichtet der Psychiater Dr. Reinhard Haller, dass neuste Forschungen belegen, dass man beim Bergwandern regelrecht in einen positiven Höhenrausch geraten kann. Beim kontinuierlichen Aufstieg werden mehr Glückshormone, allen voran Serotonin und Endorphine ausgeschüttet. „Wir wandern der Depression davon und überwinden durch Wandern den schweren Berg der Traurigkeit“, erklärt der Mediziner….

 

Tango hilft bei Parkinson


Muskelsteifheit und Bewegungsstörungen sind typische Folgen der Parkinson-Erkrankung. Studien haben ergeben, dass das Tangotanzen die körperlichen Symptome lindert. Und es hat noch viele andere positive Effekte.

Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann“, sagte schon einst der argentinische Komponist Enrique Santos Discépolo. Wie traurig muss es erst sein, wenn Parkinsonkranke Tango tanzen? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie jemand, dessen Körper sich mehr und mehr seiner eigenen Kontrolle entzieht, fließende Bewegungen ausführt und über das Parkett dahingleitet. Doch in der Körber-Stiftung in Hamburg-Bergedorf findet ein beinahe normaler Tangokurs statt. Ich bin überrascht, mit welcher natürlichen Begeisterung und Freude die Teilnehmer Tango tanzen. Thomas, der bereits unter den klassischen Symptomen wie Muskelsteifheit und Tremor leidet, führt seine Tanzpartnerin gelassen und sicher über das Parkett. Die Wendungen und Richtungswechsel, die manchen Parkinsonkranken eigentlich so große Probleme bereiten, bewältigt er elegant.

Das Tangotanzen hat einen hohen therapeutischen Wert

Etwas ungewöhnlich ist auch, dass der 90-minütige Kurs mit Aufwärm- und Koordinations-übungen im Sitzen beginnt. Wenn es mit einer Übung zu Anfang nicht so richtig klappt, ist das nicht weiter schlimm. Jeder scheint seine eigenen körperlichen Grenzen und die der anderen zu akzeptieren. Die Atmosphäre unter den acht Kursteilnehmern ist dementsprechend locker, heiter und entspannt. „Jeder versucht, jeden mitzunehmen“, erklärt Kursleiterin und Tangolehrerin Ingrid Saalfeld. Niemals wird beim Tanzen eine überzählige Person ausge-schlossen, notfalls tanzt man den Tango zu dritt.

Das Tangotanzen hat einen hohen therapeutischen Wert. „Das Tangotanzen macht nicht nur Spaß, sondern hat auch einen hohen therapeutischen Wert. Durch das regelmäßige Training konnte bei vielen Parkinson-Erkrankten die Medikamentendosis reduziert werden. Das wurde gerade durch eine amerikanische Studie bestätigt“, weiß Saalfeld. Tatsächlich berichtet der amerikanische Medizinjournalist Jon Palfreman in seinem Buch „Stürme im Gehirn“, dass eine neue Studie gezeigt habe, dass Parkinson-Patienten nach zwölf Monaten Tangotanzen ihr Gleichgewicht besser halten konnten, einen besseren und sicheren Gang aufwiesen und über verbesserte Multitasking-Fähigkeiten verfügten. Thomas, der seit einem Jahr regelmäßig an Saalfelds Kurs „Tango Argentino – für Menschen mit Parkinson“ teilnimmt, kann das nur bestätigen. Zu Beginn des Tanzkurses leide er meist sehr unter seiner Muskelsteifheit – nach….

Vergesslichkeit: Nur ein bisschen schusselig oder schon dement?

Mann ärgert sich über seine mangelnde Merkfähigkeit.

Vergesslichkeit: Ursachen erkennen und behandeln

Jeden lässt mal das Gedächtnis in Stich. Ältere Menschen befürchten meist gleich eine Demenz. Vergesslichkeit kann jedoch viele Ursachen haben. Und die gute Nachricht: man kann Demenzerkrankungen auch vorbeugen.

Wie viel Vergesslichkeit ist eigentlich normal?

„Wo habe ich bloß das Auto geparkt?“ Oder „wo habe ich nur meine Brille hingelegt?“ Solche Gedächtnispannen sind jedem schon passiert. Und wem lag nicht schon mal ein Begriff auf der Zunge, aber das Wort wollte einfach nicht herauskommen. Fast jeder leidet mal unter Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche oder Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Von solchen geistigen Aussetzern lassen sich junge Menschen meist nicht beunruhigen.

Haben Menschen jedoch erst einmal die Lebensmitte überschritten, wird jede Schusseligkeit schnell als ein bedrohliches Anzeichen dafür gewertet, dass es mit dem Gehirn bereits bergab gehe. Viele Ältere sehen dann schon das Damoklesschwert „Demenz“ über ihrem Kopf schweben.

Vorsicht Schütteltrauma

Nicht schütteln! von Libellefilm auf Vimeo.

Schütteltrauma verstehen und vermeiden

Das Schütteltrauma-Syndrom gehört zu den schwersten misshandlungsbedingten Verletzungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Und es weist die höchste Sterberate auf.

Schon drei Mal ist der junge Vater aufgestanden, um sein schreiendes Kind zu beruhigen. ‚Was hat es denn bloß?‘, fragt er sich. Hungrig kann es nicht sein. Die Windel hat er auch gewechselt. Und krank ist es auch nicht. Er möchte endlich seine Ruhe haben und fühlt sich enorm gestört. Von Minute zu Minute nimmt seine innere Anspannung zu, er fühlt sich völlig überfordert. Irgendwann liegen seine Nerven blank.

Er verliert die Beherrschung, packt das Baby am Brustkorb und schüttelt es einige Male voller Wut hin und her. In diesem Moment weiß er noch nicht, was er damit gerade seinem Baby antut. Denn wenige Sekunden Schütteln genügen, um sein Schicksal zu besiegeln. Schütteln endet häufig sogar tödlich.

Bei den Opfern handelt es sich nahezu ausschließlich um Säuglinge. Damit ist das Schütteltrauma die häufigste nicht-natürliche Todesursache im ersten Lebensjahr.

Ein hoher Anteil der Babys, die das Schütteltrauma überleben, erleiden so schwere Hirnschädigungen, dass sie lebenslang schwerbehindert bleiben. Meist sind sie taub, blind oder gelähmt. Das bedeutet, dass sich die betroffenen Kinder niemals mehr wie andere Gleichaltrige entwickeln werden.

Was ist ein Schütteltrauma?

Die wenigsten sind sich den verhängnisvollen Auswirkungen des Schüttelns bewusst. Wer jedoch einen Säugling am Rumpf packt und auch nur wenige Male kräftig hin und her schüttelt, verursacht mit großer Wahrscheinlichkeit ein Schütteltrauma-Syndrom. Denn dabei wird der Kopf in eine heftige unkontrollierte rotierende Bewegung versetzt. Die dabei entstehenden Scher- und Rotationskräfte wirken besonders stark und verheerend, da das Gehirn des Säuglings und die umgebenden Strukturen noch besonders zart und verletzlich sind.

„Außerdem hat ein Säugling aufgrund seiner noch schwachen Nackenmuskulatur kaum Kontrolle über seinen Kopf. Daher fliegt der Kopf eines Säuglings ungebremst hin und her“, erklärt der Neuropathologe und Privatdozent Dr. med. Jakob Matschke vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Erschwerend kommt hinzu, dass der Kopf bei Babys im Vergleich zum Körper noch überproportional groß und schwer ist.

Warum Schütteln so gefährlich ist

„Beides zusammen verstärkt die Kräfte noch, die beim Schütteln auf das Kind einwirken“, erklärt Dr. Matschke weiter. „Außerdem ist bei kleinen Babys die sogenannte Markscheide, die die Nerven schützend umhüllt, noch nicht vollständig ausgebildet. Das Gewebe in ihrem Gehirn ist dadurch viel weicher und verletzbarer als bei Erwachsenen“, so der Neuropathologe.

Durch Scher- und Zugkräfte können Blutgefäße einreißen, was zu Blutungen im Schädelinneren und Netzhautblutungen führt. Auch Nervenfasern können in seltenen Fällen geschädigt werden. Überlebenden Kindern drohen nicht nur lebenslang Seh- und Sprachstörungen, sondern auch motorische Störungen.

„Schütteltrauma gibt es in vielen Ausprägungen“, erklärt Privatdozentin Dr. med. Dragana Seifert, Fachärztin für Rechtsmedizin am UKE. ….

Wenn Sie mehr über das Thema lesen möchten, klicken Sie hier: https://www.schuettelntoetet.de/vorsicht-schuetteltrauma/schuetteltrauma-verstehen-und-vermeiden/

Text: Inge Behrens

Konzept: Loerke Kommunikation GmbH, Hamburg im Auftrag der API Kinder- und Jugendstiftung e.V.

Schütteln ist Kindesmisshandlung

Zwischen 100 und 200 Babys werden laut Statistischem Bundesamt jedes Jahr in Deutschland Opfer groben Schüttelns. Schätzungsweise 400 Kinder erleiden schwerste Behinderungen. Die Dunkelziffer ist hoch, aber immer öfter wird das Schütteltrauma-Syndrom dank der bildgebenden Verfahren und anderer diagnostischer Methoden entdeckt.

Kinder- und Jugendärzte oder Rechtsmediziner – sie alle erleben es immer wieder, dass die Täter nicht erzählen und zugeben mögen, was genau vorgefallen und passiert ist. Die wichtige und richtige Diagnose wird dadurch erschwert und verzögert.

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) werden deshalb alle Kinder, die eine verdächtige neurologische Symptomatik zeigen, mit bildgebenden Verfahren wie Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT) untersucht. Die Bilder können Hinweise darauf geben, dass ein Kind ein Schütteltrauma-Syndrom erlitten hat.

Augenärztliche Untersuchungen im Hinblick auf Blutungen im Bereich der Netzhaut erhärten die Diagnose. Vor allem die Kombination dreier typischer Leitbefunde lassen keinen Zweifel daran: Blutungen unter der harten Hirnhaut, Netzhautblutungen sowie diffuse Hirnschäden sind ein klarer Hinweis darauf, dass diese nicht durch einen Unfall wie einen Sturz verursacht worden sind, sondern durch grobes Schütteln…..

Wenn Sie weiterlesen möchten, klicken Sie ienfach hier: https://www.schuettelntoetet.de/vorsicht-schuetteltrauma/schuetteln-ist-kindesmisshandlung/

 

Text: Inge Behrens

Konzept: Loerke Kommunikation GmbH, Hamburg im Auftrag der API Kinder- und Jugendstiftung e. V.

 

Burnout erkennen, behandeln und besiegen

Vier Paar Hände halten rotes Schild mit Aufdruck: Burnout.

Burnout-Syndrom: das neue Volksleiden einer gestressten und gehetzten Gesellschaft

Immer mehr Deutsche fühlen sich gestresst: Mediziner sehen darin die Hauptursache für das Entstehen des Burnout-Syndroms. Fast jeder kann in diesen Risikozustand geraten, der Körper und Seele enorm zusetzt. Erste Anzeichen sollte man deshalb ernst nehmen

Was ist Burnout?

Kraftlos, erschöpft und niedergeschlagen: immer mehr Menschen suchen den Arzt auf, weil sie den beruflichen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind und ihren Alltag kaum noch bewältigen können. Dem Gesundheitsreport 2016 des BKK Dachverbandes zufolge, ist die Zahl der Krankheitstage durch Burnout seit 2005 bis 2015 um fast 700 Prozent gestiegen. In die Statistik fließen die Krankheitstage aller 76 BKK-Mitglieder ein.

Diesen Trend kann Cornelia Weickert-Schwiertz, eine von drei Allgemeinmedizinerinnen der hausärztlichen Praxisgemeinschaft in Hamburg Altona bestätigen. In den letzten Jahren hat auch in ihrer Praxis die Zahl der Patienten mit Psychodiagnosen deutlich zugenommen. Immer häufiger attestiert die Ärztin eine psychovegetative Erschöpfung. Diese Erkrankung ist im ICD 10, einer internationalen Klassifikation von Krankheiten erfasst. Um mit der Krankenkasse abrechnen zu können, muss die Ärztin den Code F 48 angeben. Darunter findet man die neurotischen Störungen. Sehr häufig sei damit das Burnout-Syndrom gemeint, erklärt die erfahrene Hausärztin. Da jedoch das „Ausgebranntsein“ bis heute nicht als Krankheit anerkannt ist, sondern lediglich als nicht behandlungswürdiger Risikozustand gilt, können Ärzte wie Weickert-Schwiertz diese Diagnose nicht stellen…..

Wenn Sie mehr lesen wollen, gehen Sie auf die Web-Site: http://www.phytodoc.de/erkrankungen/psyche-burnout

Faszien: Faszinierendes Netzwerk

Mittlerweile ist klar, dass die Bedeutung der Faszien völlig unterschätzt wurde und das Gewebe mehr ist als eine Art Füllstoff, das den menschlichen Körper als Ganzes zusammen hält und nach außen hin schützt. Auch haben die Fasern nicht allein die Aufgabe, Organe, Muskeln und Sehnen in Position zu halten. Vielmehr sind sie ein hochsensibles Sinnesorgan, ausgestattet mit vielen Rezeptoren und Nervenenden, die Informationen schnell vermitteln und weiterleiten. Experten sagen, dass sie sieben Mal so viele Nerven enthalten wie Muskeln oder Gelenke.

Die Gewebsfasern haben einen großen Einfluss auf unser gesamtes Bewegungssystem und können blitzschnell Kräfte aufnehmen und verteilen. Für den Humanbiologen Dr. Robert Schleip sind die Faszien deshalb das Zentralorgan für die Körperwahrnehmung. Die dicht mit Rezeptoren besiedelten Faszien bilden dabei eine Brücke zwischen Aktivität unserer Muskeln und Emotionen und stehen in ständiger Verbindung zum Gehirn und melden diesem über das Rückenmark alle möglichen Eindrücke….

Arthrose natürlich lindern

Glaubt man der Schulmedizin, so sind Gelenkerkrankungen nicht heilbar. Dass es durchaus Grund zur Hoffnung gibt, davon sind hingegen viele Naturheilkundler überzeugt.

Mit der Diagnose „Arthrose“ kann eigentlich mehr oder minder jeder rechnen, der
über Fünfzig ist. Schließlich handelt es sich dabei um eine altersbedingte Abnutzungs-erscheinung, also eine degenerative Erkrankung. Dabei verringert sich nach und nach die Knorpelschicht im Gelenk, bis irgendwann Knochen auf Knochen reibt. Wenn der Knorpel nicht mehr ausreichend als Stoßdämpfer fungieren kann, gleiten die Gelenkflächen spürbar schlechter aufeinander. Der Bewegungsablauf läuft im wahrsten Sinne nicht mehr reibungslos ab. Steifheit und akute aber auch Dauerschmerzen bei Belastung sind die Folge. Auch Schwellungen im angrenzenden Muskelgewebe treten häufig auf.

Später kann es im Gelenkbereich zu Verformungen und knotigen Veränderungen kommen. Und je weiter die Krankheit fortschreitet, desto größer sind meist auch die Schmerzen.

Im Prinzip kann jedes Gelenk durch Abnutzung spröde werden und damit seine Beweglichkeit verlieren. Am häufigsten sind jedoch die Gelenke betroffen, die am stärksten belastet sind, also vor allem Hüft- oder Kniegelenke. Gelenkerkrankungen können ihre Ursache beispielsweise in einer Überbelastung oder mechanischen Fehlstellung, wie dies bei O- oder X-Beinen der Fall ist, haben. Aber auch Verletzungen können dafür verantwortlich sein. So kann sich beispielsweise
nach einer Meniskusoperation der Knorpel im Kniegelenk schneller abnutzen, wenn das Kniegelenk danach deutlich mehr beansprucht wird.

Doch weitaus häufiger spielen andere Faktoren bei der Entstehung einer Arthrose
eine Rolle. So erhöhen Bewegungsmangel, Übergewicht, schlechte Ernährung und Stress, eine angeborene Bindegewebsschwäche und eine genetische Veranlagung die Wahrscheinlichkeit, an Arthrose zu erkranken. Wissenschaftler konnten eine Reihe von Erbfaktoren identifizieren, welche den Stoffwechsel im Knorpelgewebe steuern und es anfällig für eine Arthrose machen.

Wie wirkungsvoll sind Injektionen?
Was kann man aber tun, um die Krankheit aufzuhalten oder gar zu heilen? Eigentlich nichts, meinen die meisten Schulmediziner. Fast alle sind überzeugt, dass eine Arthrose nicht heilbar ist, da man sie nicht rückgängig machen kann. Schmerzen behandelt man mit Kortison und sogenannten „Nichtsteroidale Antirheumatika“. Sie unterdrücken zwar die Produktion von körpereigenen Schmerz- und Entzündungsstoffen, sind aber wegen ihrer Nebenwirkungen recht umstritten. Patienten mit Herz- oder Nierenproblemen dürfen sie nicht einnehmen.

Um die Beweglichkeit zu erhalten und somit eine Versteifung der Gelenke zu verhindern, sind passive Therapien wie Massage, Wärme- oder Kältebehandlung sowie Elektro- und Ergotherapie können helfen. Aber zu oft machen Betroffene die Erfahrung, dass sie um solche Verschreibungen regelrecht kämpfen müssen. Im späteren Verlauf der Erkrankung gibt es dann meist nur eine Lösung: Ein künstliches Gelenk muss implantiert werden. Bis dahin versuchen einige Orthopäden mit Injektionen aus Hyaluron oder Kortikoiden, die Knorpelschicht künstlich aufzufüllen. Mit geringem Erfolg. Spritzen sind auf längere Sicht meist wirkungslos, wie eine Untersuchung zeigt (…)